Umbau Lagerhallen Armasuisse, Sarnen
Mit dem Umbau zweier Lagerhallen aus dem Jahr 1942 auf dem ehemaligen Zeughausareal in Sarnen wurden die bestehenden Gebäude umfassend für eine neue Nutzung ertüchtigt. Die ursprüngliche Gebäudehülle in Mauerwerk blieb erhalten, während die innere Tragstruktur vollständig durch einen modernen Holzskelettbau mit integrierter Aussteifung ersetzt wurde. Ergänzend entstand auf der Innenhofseite eine neue Längswand mit grosszügigen Rolltoren.
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist, dass das im Projekt angefallene Altholz konsequent als Fassadenschalung wiederverwendet wurde. Das Holz der Balkenlagen aus dem Rückbau wurden sorgfältig sortiert, von metallischen Verbindungsmitteln befreit und im eigenen Werk zu einer neuen Deckleistenschalung verarbeitet. Damit entstand ein eindrückliches Beispiel für ressourcenschonendes und zirkuläres Bauen, bei dem Nachhaltigkeit und gestalterische Qualität auf überzeugende Weise miteinander verbunden werden.
Die Verbindung von Bestandsbau, moderner Holzbautechnik und der hochwertigen Wiederverwendung bestehender Materialien verleiht dem Projekt einen besonderen Charakter. Der sorgfältige Rückbau sowie die Aufbereitung des Altholzes stellten hohe Anforderungen an Planung und Ausführung und unterstreichen den nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen.
Baujahr
2024
Architektur
Beda Diller Architekturbüro
Holzbau-Ingenieur
Lauber Ingenieure AG